Wasser ist ein Menschenrecht  

Informationen zum Film "Water makes Money"

 

Information von den Filmemachern Leslie Franke, Elisabeth Dobbler und Herdolor Lorenz vom 15. Mai 2013 verbunden mit einem Spendenaufruf. 

 

Zu dem Prozess gegen WATER MAKES MONEY und den Nachwirkungen des verheerenden Hackerangriffs auf uns gibt es gute und schlechte Neuigkeiten. Wunderbar ist, dass WATER MAKES MONEY in den letzten 4 Monaten erneut landauf landab in ca. 200 Veranstaltungen aufgeführt wurde. Demnächst wird die Europaabgeordnete Heide Rühle den Film in Ausschnitten sogar im Europäischen Parlament zeigen, um die Folgen der drohenden EU-Konzessionsrichtlinie zur Wasserversorgung zu diskutieren.  Das  EU-weite Volksbegehren gegen diesen Versuch der Privatisierung unseres Lebenselixiers (www.right2water.eu) ist erfolgreich. Das Quorum wurde in acht Ländern erreicht!!!

Schlechte Nachrichten gibt es zu diesem Thema auch, dazu aber mehr Ende dieses Newsletters .

Nächste Woche reisen wir nach Griechenland. Dort drehen wir für unser Folgeprojekt zu WATER MAKES MONEY:  „Wer Rettet Wen? – Wie wir die Risiken des Finanzmarkts tragen und die Demokratie auf der Strecke bleibt“ . Sie fragen sich, was die Wasserprivatisierung mit der Finanzkrise zu tun hat?  In Griechenland soll derzeit die Wasserversorgung „verkauft“ werden. Wie immer teilen sich Veolia und Suez den Kuchen: Die Werke der größte Stadt, Athen, gehen an Veolia, die der zweitgrößten an Suez. Erpresst mit der Auszahlung der nächsten Überbrückungskredite wird das Land u.a. zu dieser Privatisierung gezwungen. Und das ist kein Einzelfall.  Auch in Portugal ist dies auf Weisung der Troika bereits mehrfach geschehen. Obwohl weltweit das Bewusstsein über die Gefahren und auch der Widerstand dagegen gewachsen sind,  verschulden sich  Staaten und Kommunen immer weiter durch nicht enden wollende Bankenrettungen.  Die daraufhin  zwangsverhängte Austeritätspolitik ,  treibt alle in den Verkauf ihres Tafelsilbers – zugunsten multinationaler Konzerne.

Der Film „Wer Rettet Wen? zeigt auf, „was des einen Krise, ist des anderen Gewinn“. Die seit 2007 auf Kosten der Steuerzahler geretteten Banken verdienen heute wieder etwa so viel wie im bisherigen Allzeitrekordjahr 2006. Das wäre vielleicht nicht einmal so schlimm. Aber die Geretteten sind in der Krise so mächtig geworden, dass sie anfingen, gegen ihre Retter, die Staaten, zu spekulieren. Heute kann nicht einmal eine Merkel, geschweige denn ein Rajoy aus Spanien eine wirtschaftspolitische Entscheidung treffen, ohne zuvor den Rat der „Märkte“ einzuholen. Der Strafrechtsprofessor Dr. Bernd Schünemann spricht in diesem Zusammenhang von „Putsch". Egal wer gewählt wird, die Märkte bewerten und entscheiden letztlich jede wirtschaftspolitische Entscheidung. Kaum ein Politiker, deren Staaten jeden Tag tiefer bei Banken verschuldet sind, wagt es noch, gegen den „Rat“ von Moody's, Standard & Poor's oder Goldman Sachs zu agieren.

Der Film „Wer Rettet Wen?“ entsteht wie „WATER MAKES MONEY“ durch „Filmförderung von unten“, unterstützt durch eine Vielzahl engagierter BürgerInnen. Über 800 Menschen und zahlreiche Organisationen beteiligen sich bereits an „Wer Rettet Wen?“. 60.000€ wurden gespendet. Und jetzt hat sich auch die Filmförderung Hamburg & Schleswig-Holstein für eine prominente Unterstützung des Films entschieden. Mit diesem Stand der Finanzierung kann der Film in vollem Umfang entstehen, allerdings nur, wenn die Mehrheit der Beteiligten ehrenamtlich arbeitet. Um übliche Honorare zahlen zu können, brauchen wir noch weitere 60.000 € „Filmförderung von unten“.

Deshalb bitten wir Sie:

·         Investieren auch Sie in den Film „Wer Rettet Wen?“! Mit jeder Spende ab 20€ erhalten Sie anschließend eine DVD des Films mit Lizenz zur nichtkommerziellen Vorführung.

·         verbreiten Sie den Aufruf anbei, wo immer Sie vermögen! Zum Beispiel per E-Mail an Freunde und Bekannte, als ausgedruckten Flyer oder als Aushang an Infoständen, auf Veranstaltungen und in Kultureinrichtungen in Ihrer Umgebung.

·         Setzen Sie den Text oder auch unseren Video-Teaser auf Ihre Webseite oder verbreiten Sie das Material über Facebook!

·         Sie kennen Journalisten und andere Multiplikatoren? Dann schlagen Sie ihnen vor, in (lokalen) Medien und Zeitschriften darüber zu berichten!

 

„Wer rettet Wen?“ wird ein Film, der nicht nur in den Wohnzimmern flimmert. ….weltweit Veranstaltungen organisieren, diskutieren und aufklären.

Es grüßt herzlich Ihr WerRettetWen- Filmteam.

Leslie Franke, Herdolor Lorenz, Elisabeth Dobbler, Stefan Corinth und Alexander Grasseck

film@whos-saving-whom.org | www.wer-rettet-wen.org | Wer rettet Wen auf Facebook

 

 

 

Anschließend noch ein paar Infos zum Prozess gegen „Water Makes Money“:

Unser Protagonist Jean-Luc Touly ist in Revision gegangen. Das Gericht hatte ihm nicht geglaubt, dass Veolia ihm 1 Mio. € geboten hatte. Es gibt nur zwei Zeugen: Jean-Luc und der Bestecher. Jean-Luc Touly kann und will nicht akzeptieren, dass solch eine unbeweisbare Situation eindeutig im Sinne des Konzerns entschieden wurde. So ist nun aber auch Veolia in Revision gegangen – eine Perspektive, die uns nicht behagt. Schon der erste Prozess hat uns ein halbes Jahr Nerven, Zeit und viel, viel Geld gekostet. Vielen Dank an dieser Stelle an die unermüdlichen Übersetzerinnen, die Tag und Nacht unentgeltlich Akten und Korrespondenzen tapfer mit uns durch gegangen sind ! Den „Kohl fett“ machten dann aber die  Hackerangriffe. Die komplette Zerstörung der Funktionsfähigkeit unseres Studios und vieler unserer Webseiten sind noch immer nicht vollständig beseitigt. Viel, viel Kraft, zerrissene Nerven und Geld werden hier noch immer versenkt . Noch immer ist www.watermakesmoney.org nicht online.

Ein großer Dank an alle, die uns in der bisher schwersten Phase unseres Filmerlebens beigestanden haben !!

Bisher wurden 4.509 € für die Begleichung der  Prozesskosten gespendet. Ein Großteil der Prozess- und Anwaltskosten wurde von unserem überaus großzügigen französischen Koproduzenten Achille Du Genestoux übernommen, sodass wir bis jetzt nur 1.000 € Anwaltskosten selbst tragen müssen. Trotz der unentgeltlichen Übersetzerinnen, verursachten  parallel  noch ständig benötigte exakte Übersetzungen von gerichtsrelevanten Schriftsätzen und der stets für Missverständnisse anfällige Abstimmungsbedarf mit allen Beteiligten hohe Kosten – ganz abgesehen von den über zehntausend € schweren Kosten des Hackerangriffs. Hinzu kommen die Kosten für die Veränderung der französischen Version lt. Urteilsspruch. Deshalb bitten wir die edlen SpenderInnen schon jetzt, die überschüssigen 3.509 € zur Begleichung dieser Kosten verwenden zu können.  Sobald die „Water Makes Money“ – Webseite wieder online ist, werden wir dort eine exakte Abrechnung der Prozesskostenspenden veröffentlichen.

Insgesamt haben wir aber doch die Befürchtung, dass es über unsere Kräfte gehen könnte, wenn sich der Prozess wie absehbar noch über Jahre hinziehen könnte.

Ihre Unterstützung hat uns geholfen, dass wir dem mächtigen Übel unserer Zeiten so wunderbar Paroli bieten konnten. Wir tun unser Bestes, dass es so bleibt!

Leslie Franke, Elisabeth Dobbler und Herdolor Lorenz

 

 

 

Wasser ist ein Menschenrecht!  

 

„Water makes Money“ unter diesem Thema stand der Filmabend von Attac Kreis Kleve am 23. April 2013.

 

Die Veranstaltung fand erstmals im Gruppenraum der H.Looschelders Stiftung statt.

 

In angenehmer  und gemütlicher Atmosphäre entspann sich in Anschluss an die Filmvorführung eine offene und angeregte Diskussion über PPP (Public Private Partnership), mögliche Projekte im Kreis Kleve, die Wasserqualität und dass man in Hinblick auf die EU-Richtlinie zur Privatisierung der Wasserwirtschaft wachsam sein muss.

 

Im Kreis Kleve ist die Wasserversorgung noch in kommunaler Hand und die Wasserqualität ist gut. Damit dies so bleibt, ist bürgerliches Engagement und Interesse wichtig. Aspekte der intensiven Agrarwirtschaft wurden ebenfalls gestreift. Wie gut ist z.B. das Wasser in Straelen? Den Anwesenden fielen viele mögliche Themen zu Bürgerbeteiligungen ein.

 

Wir werden die Diskussion fortsetzen und uns am 28. Mai wieder treffen, um weitere mögliche Aktivitäten zu sammeln, uns weiter zu vernetzen, Informationen zu bündeln und zu ordnen.  

 

Weitere Information über den gezeigten Film kann unter folgendem Link gefunden werden: 

 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Water_Makes_Money 


 

Darüber hinaus weisen wir auf den Fernsehfilm Wem gehört das Wasser? von Christian Jentzsch hin. 

 

 

   


 

 

 

 

 

Attac

 

 

 

 

 

Water is a Human Right

 

   

 

  http://www.willkommenskultur-niederrhein.de

  

  http://www.attac-niederrhein.de/AN_TTIP.htm